Statt zu schmollen, hat Marcel Heller seinen Bankplatz hingenommen und Darmstadt 98 gegen den VfL Bochum mit seinem Joker-Tor geholfen. Der Angreifer hofft auf das Ende einer schwierigen Phase.

Ein Platz auf der Bank für Marcel Heller? Der Flügelspieler war seit seiner Rückkehr im Sommer 2018 vom FC Augsburg zum SV Darmstadt 98 stets Stammspieler. Trainer Dimitrios Grammozis sah vor dem Duell gegen den VfL Bochum aber die Zeit gekommen, Heller aus der Startelf zu nehmen.

Heller überzeugt als Joker

“Der Trainer hat mir erklärt, dass er etwas verändern wollte”, erklärte der Flügelspieler dem hr-sport. Selbstkritisch fügte er an: “In den Spielen davor hat mir die letzte Konsequenz vor dem Tor oder beim letzten Pass gefehlt.” Der Sportliche Leiter Carsten Wehlmann bestätigte diesen Eindruck: “Marcel hatte eine nicht so einfache Phase in den letzten Spielen.”

Wirklich besser wurde das Spiel der Südhessen aber nicht, sie lagen zur Pause verdient mit 1:2 zurück. Zum Wiederanpfiff stand Heller deshalb wieder auf dem Platz – und nahm die Rolle als Joker an. Kurz vor Schluss gelang ihm dann per Kopfball-Abstauber der späte und wichtige 2:2-Ausgleich. Es war sein erster Saisontreffer: “Das tut natürlich gut. Ich hoffe, dass es ein Dosenöffner war.”

“Gibt mir hoffentlich einen Aufschwung”

Obwohl die Darmstädter am Ende nur einen Punkt holen konnten, war Heller persönlich zufrieden: “Natürlich ist es ein schönes Feeling, wenn man trifft. Das gibt mir hoffentlich neuen Aufschwung.” Als Selbstläufer sieht der Publikumsliebling die Rückkehr in die Startelf allerdings nicht.
Der Kader sei groß und die Mannschaft funktioniere: “Da gibt es Einzelschicksale. Wir müssen uns unterordnen und das so hinnehmen.” Tore und Vorlagen sind die beste Eigenwerbung.

Wehlmann freut sich für Heller

Wehlmann jedenfalls hob Hellers Wert hervor: “Marcel ist immer wichtig für uns. Es freut mich persönlich für ihn, dass er getroffen hat.”

 

Quelle: hessenschau.de/Joscha Bartlitz, chmi

Foto: imago-images

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