Adrian Fein ist für eine Saison vom FC Bayern an den Hamburger SV ausgeliehen – und längst Leistungsträger beim Tabellenführer der 2. Bundesliga. Mittelfristig wolle er aber auch für seinen Stammverein auflaufen, erklärte er in einem Interview mit dem Kicker.

In allen elf Ligaspielen in der 2. Bundesliga stand Adrian Fein über die komplette Spielzeit für den Hamburger SV auf dem Platz, der 20-Jährige ist ein Garant für die aktuell so erfolgreich verlaufende Saison beim einstigen Bundesliga-Dino. Der defensive Mittelfeldspieler wurde auch schon von Stefan Kuntz in die U21-Nationalmannschaft berufen. Im Kicker-Interview äußerte sich Fein nun zu seinem unerwartet steilen Aufstieg. “Ganz ehrlich, dass es so läuft wie derzeit, hatte ich auch nicht erwartet. Aber ich habe mir den Schritt schon zugetraut nach dem Jahr in Regensburg”, sagt er.

Bereits in der vergangenen Saison war der gebürtige Münchner, der nach Anfängen bei 1860 München alle Jugendteams des FC Bayern durchlaufen hatte, ausgeliehen: eben an Zweitligakonkurrent Jahn Regensburg. Seither nimmt Fein bewusst eine Sprosse nach der anderen auf der Karriereleiter. “Regensburg war perfekt für mich. Es war mein Schritt in den richtigen Herrenfußball und kein Vergleich zur Bayern-Reserve. Ich bin erstmals von zu Hause weg, gleichzeitig war ich nah dran, die mediale Aufmerksamkeit war nicht so hoch.”

Fein über den HSV: “Klub, der alle bewegt”

Beim HSV ist das mittlerweile anders. Auch wenn der Klub aktuell in der 2. Liga spielt, hatte Fein ihn schon immer als etwas Besonderes wahrgenommen. “Mein Onkel hat früher in Hamburg gewohnt, ich hatte mit acht Jahren schon mal ein HSV-Trikot, für mich war das immer ein großer Klub”, erklärt der 20-Jährige, “in meiner Jugend, als er lange im Europacup gespielt hat, aber auch als es dann immer tiefer ging, hat dieser Klub ja gefühlt alle bewegt. Der HSV ist ein Klub, der extrem polarisiert.”

Wie und ob es auch über das Saisonende für ihn in Hamburg weiter geht, darüber mache er sich aktuell keinen großen Kopf. “Ich bekomme es eher von außen mit, dass sich viele mit meiner Zukunft beschäftigen. Es steht in den Zeitungen, Freunde fragen mich”, sagt er – betont allerdings: “Für mich ist entscheidend: Ich habe hier eine richtig große Aufgabe. Ich finde es grad total aufregend hier. Der Hamburger SV ist für mich eine völlig neue Welt.” Sein Vater hatte sich erst kürzlich für einen Verbleib beim HSV ausgesprochen.

Fein sieht den HSV nicht als Bayern-Sprungbrett

Mittelfristig könnte er dann ja vielleicht in einen noch größeren Kosmos vorstoßen, zu seinem Stammverein, dem FC Bayern, wo er noch bis 2021 unter Vertrag steht. Als Art Vorbereitung auf eine mögliche Zeit bei den Profis des Rekordmeisters sieht er die Station beim HSV allerdings nicht. “Klar, ich wurde beim FC Bayern ausgebildet, und natürlich habe ich im Kopf, dort auch mal spielen zu wollen. Aber der HSV ist in meiner Welt ein Riesenverein und kein Sprungbrett.

 

Quelle: Sportbuzzer

Foto: imago41641456h / Karina Hessland

Jetzt einen Kommentar schreiben