Die deutsche U 21-Nationalmannschaft hat sich gleich zwei Träume erfüllt. Mit dem hart erkämpften 1:1 (1:1) gegen Österreich in Udine zog die Mannschaft von DFB-Trainer Stefan Kuntz nicht nur ins Halbfinale der EM in Italien und San Marino ein, sondern löste zugleich auch das Ticket für Olympia 2020 in Tokio. Luca Waldschmidt brachte die DFB-Auswahl mit einem Traumtor in der 14. Minute in Führung, Kevin Danso glich per Foulelfmeter aus (24.).

“Die Österreicher waren von Anfang an voll dran und haben es uns richtig schwer gemacht”, sagte Waldschmidt im ZDF: “Wir als Mannschaft fühlen uns gut, es macht einfach Spaß.”

Die Österreicher starteten stürmisch und eroberten in den Anfangsminuten ein ums andere Mal Bälle im Mittelfeld. Torgefahr entwickelten sie zunächst aber noch nicht. Das änderte sich in der 13. Minute, als Sturmspitze Sasa Kalajdzic eine scharfe Hereingabe nur um Zentimeter verpasste. Von Verunsicherung aber keine Spur, ganz im Gegenteil: Jonathan Tah spielte Waldschmidt 30 Meter vor dem Tor an, der drehte sich kurz und zirkelte den Ball fast aus dem Stand in den Winkel.

Strafstoß bringt Österreich zurück

Doch Österreich kam per Strafstoß schnell zurück: Der lettische Schiedsrichter Andris Treimanis wertete eine Rettungsaktion von Keeper Alexander Nübel gegen Kalajdzic als Foulspiel und Danso verwandelte sicher. Die Partie verlief jetzt auf Augenhöhe, beide Teams suchten ihr Heil in der Offensive. In der 30. Minute drang Marco Richter auf der linken Seite in den Strafraum ein, fand aber aus spitzem Winkel keinen Abnehmer.

In der 34. Minute verhinderte Nübel auf der Gegenseite mit einem sensationellen Reflex gegen den Kopfball aus kürzester Distanz von Kalajdzic einen Rückstand. Kurz darauf war wieder Deutschland am Zug, aber Richter brachte einen Steilpass frei vor dem Tor nicht rechtzeitig vor Keeper Alexander Schlager unter Kontrolle (36.). In der 41. Minute schlug Levin Öztunali am Fünfmeterraum über Waldschmidts perfekte Vorlage. Doch auch die rot-weiß-rote Fangemeinde hatte kurz vor der Pause gleich doppelt den Torjubel auf den Lippen, als Marco Friedls Dropkick aus 20 Metern haarscharf am Winkel vorbeizischte (43.) und Kalajdzics Kopfball den Innenpfosten traf (45.+1).

Amiri und Öztunali verpassen

Der deutsche Nachwuchs versuchte zu Beginn der zweiten Halbzeit, die Kontrolle über das Spiel mit langen Ballstafetten zurückzugewinnen. Die erste Großchance hatte aber wieder Team Austria: Nach Balleroberung von Christoph Baumgartner scheiterte Husein Balic im Eins-gegen-Eins am stark parierenden Nübel (56.). Die deutsche U 21 tat sich mit den früh attackierenden Österreichern weiter schwer und konnten nur selten das in den ersten beiden Gruppenspielen so überzeugende Offensivspiel aufziehen.

Das änderte sich erst nach einer knappen Stunde. Zunächst traf der eingewechselte Nadiem Amiri allein vor Schlager den Ball nicht richtig (66.), dann wurde Öztunali (68.) im letzten Moment geblockt. In den folgenden Minuten konnte sich die DFB-Auswahl besser befreien, Amiri verpasste mit einem direkten Freistoß ans Außennetz die erneute Führung nur knapp (76.). Auch Österreich suchte weiter seine Chancen, entwickelte aber nicht mehr so viel Torgefahr wie noch zuvor. Mo Dahoud hatte die letzte Chance (90.+1).

 

Quelle DFB

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